Pflasterritzen

Mikrokosmos voller Leben

Das Leben im Pflaster, über das wir tagtäglich bewusst wahr. Wie bei Mauern und ihren Fugen stellen aber auch Gesteinsoberflächen, Pflasterritzen und Bodenspalten für spezialisierte Arten Lebensräume dar. Sie kommen mit Trockenheit, Hitze und wenig Boden bzw. Nährstoffen aus.

Ordeentliche aber "tote" Pflasterstrukturen in Dörfern udn Städten

Betreten und befahren...

Zusätzlich müssen Flechten, Pflanzen und Tiere noch damit zurechtkommen, dass sie betreten und befahren werden. Entsprechend bildet sich ein typisches Verteilungsmuster aus: Inselartig oder netzartig verteilen sich die Organismen in der "Gesteinswüste". Krustenflechten überziehen
als "Überlebenskünstler" den kargen Untergrund: Sie wachsen sehr langsam und sind ausdauernd, bei ihnen kann nichts abbrechen oder umknicken. Blütenpflanzen haben es da schwerer.

"Trotz-Reaktion": Dem Breitwegerich reicht eine Ritze, um herauszukommen.

Treffsicheres Silbermoos: Es findet Spalten im Asphalt und zeigt exakt ihren Verlauf an.

Überlebenskünstler oder Lückenbüßer? Löwenzahn (oben) und Einjähriges Rispengras (unten) schauen zur Freude von Bienen und Schmetterlingen aus ihren Ritzen.

Am Grund Farben und Formen wie im Korallenriff: Krusten- und Becherflechte (unten).



Standort Tafel: "Betreten aber Bunt"