Wildnis in der Stadt?

Die Idee

Für Pflanzen und Tiere in der Stadt ist es oft ein Wettlauf mit der Zeit, bis die Harke naht, der Mäher kommt oder die Giftspritze das lebende Grün vernichtet. Die Biologische Station Bonn/Rhein-Erft hat im Stadtgebiet Bonn kleine Grün und Brachflächen, dörfliche Elemente, begrünte Mauern und Säume gesucht, erfasst und bewertet. Zehn der Flächen wurden exemplarisch ausgewählt und als „Wilde Ecken“ mit einer Informationstafel versehen.

10 Info-Tafeln in Bonn

Mit 10 Info-Tafeln greifen wir die kulturelle Entwicklung und historische Bedeutung der Standorte auf und präsentieren sie als Ensemble mit dem jeweiligen lokalen Artenreichtum an Pflanzen- und Tierarten:teils kleine, seltene, unbeachtete oder gar unbeliebte Lebewesen. 

Ungenutzte oder geduldete „Wilde Ecken“, Brachen und Ruderalstandorte, die noch vor wenigen Jahren selbst in den Zentren menschlicher Siedlungen anzutreffen waren, treten heute in Bonn nur noch als kleinflächige oder an den Rand gedrängte Relikte auf. Den Trend zu steriler Sauberkeit, betonierter Ordnung und angestrebter Restversiegelung möchten wir hinterfragen. Um ein Bewusstsein für Natur in der Stadt zu schaffen, stellen wir die Besonderheiten und die ökologische

Bedeutung dieser "Wilden Ecken" heraus, die teils bunt, teils ästhetisch schön oder auch unscheinbar sind.